Sonntag, 1. November 2015

Glutenfreie Bramley Apple Pie


Ohne Klonen wäre Anfang der 1900er Jahre die britische Tradition des Apfelkuchens zu Ende gewesen. 
Die Mutter aller Bramley-Apfelbäume drohte ein Sturm dahinzuraffen, trug aber noch letzte Früchte. Die Universität Nottingham befreite den Original-Baum zuletzt 1991 von Pilzbefall. Der Bramley-Apfel wird wegen seines hohen Säuregehaltes nicht roh verzehrt, eignet sich aber hervorragend als Kochapfel. 1876 bekam der Apfel von er königlichen Gartenbaugesellschaft die höchste Anerkennung und auf dem Apfelkongress 1883 die Auszeichnung für die beste Zubereitung des britischen Apfelkuchens. So alt wie der Baum ist bei den traditionellen Briten auch das Rezept für den englischen Apfelkuchen geblieben. Der hohe Gehalt an Apfelsäure und geringere Zuckergehalt verleiht dem Bramley-Apfelkuchen seinen würzigen Geschmack. Dazu weist der Bramley-Apfel eine rund 20 Prozent niedrigere Trockensubstanz auf und bleibt dennoch beim Kochen konsistent. Nach dem Kochen bleibt er saftig und schmelzend.

Glutenfreie Bramley Apple Pie

Zutaten für den Teig
400 g glutenfreies Allzweck Mehl (ich nehme das von Doves Farm)
Zitronenschale von einer Zitrone
50 g Puderzucker
60 g gemahlene Mandeln
Prise Salz
200 g kalte Butter 
2 große Eier

Für die Füllung
1,5 kg Kochäpfel, geschält, entkernt und geviertelt (Bramley oder Boskop)
2 TL Zitronensaft
100 / 150 g Zucker nach Geschmack
4 TL kaltes Wasser
1 gestrichener TL gemahlener Zimt
25g Butter 
1 Ei zum Glasieren


  • Das Mehl in eine große Schüssel sieben, die Zitronenschale, Zucker, Salz und Mandeln hinzugeben. Die Butter in kleinen Würfeln hinzugeben und mit den Händen verkneten, bis ein krümeliger Teig entsteht.
  • Die Eier in einer Tasse verquillen und zum Teig hinzugeben. Den Teig nun schnell verarbeiten, bis ein geschmeidiger glatter Teig entsteht. Den fertigen Teig in Klarsichtfolie wickeln und für 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen. 
  • Die Äpfel schälen, entkernten und grobe Würfel schneiden, sofort mit Zitronensaft beträufeln. Die Äpfel in einen Topf geben, mit Wasser und Zucker weich kochen. Wen die Äpfel weich sind, den Zimt zufügen und gut vermischen.  Den Topf vom Herd nehmen, die Butter hinzufügen. Die Apfelmischung ein wenig abkühlen lassen. 
  • In der Zwischenzeit den Backofen auf 190°C / 170°C Umluft / Gas 4. vorheizen. Eine runde 23cm Pie Form ausbuttern.
  • Den Teig in zwei gleichgroße Teile teilen. Beide Teighälften zwischen Klarsichtfolie je  1/2 cm dick ausrollen. Die erste Teigplatte in die Pie Form drücken. 
  • Die Apfelfüllung in die Teigform geben. Den zweiten Teigdeckel oben drauflegen und andrücken. Vom überstehenden Teig Du auf dem Teig verzierungen austechen, ich habe mich für herzen entschieden. Mit einem scharfen Messer kleine Einstiche machen, damit der Dampf entweichen kann. Ein Eigelb mit ein wenig Milch verquirlen und den Teig damit ein Pinseln.  
  • Im vorgeheizten Backofen ca.30 min backen, bis eine goldbraune Kruste entstanden ist.
  • Noch lauwarm mit Vanille-Eis oder Schlagsahne servieren. 


Kommentare:

  1. Ach, mal wieder ein so feiner Kuchen von Dir! Ich hab heute auch einen gebacken, Schoko mit.. Randen! Eine aussergewöhnliche Zusammensetzung, aber höchst fein und die rote Beete schenkt eine tiefe, dunkle Farbe, der Saft eine wunderbare Feuchte!(Fotos im Forum :-))
    Der Bramley-Pie sieht wunderbar aus, und ich weiss, er schmeckt auch so!
    Eine ganz gute neue Woche und liebigsten Gruss an Dich, Bea! ♥

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  2. Ich Danke Dir liebe Petra!
    Oh ja rote Bete im Kuchen ist sehr köstlich und zusammen mit Schokli sowieso. Den werde ich mir mal beliebäugeln ;).

    Ich habe von unserem Metzger eine Kiste von den feinen Bramley Äpfel geschenkt bekommen, das Wochenende war ich mit Einmachen und schnippeln beschäftigt und den leckeren Kuchen gab es natürlich auch.
    Wundere Dich nicht wenn es hier in nächster Zeit auf meinem Blog etwas ruhiger wird, ich bin sehr beschäftigt und werde das Posten etwas einschenken müssen.

    Ich Drück Dich ganz lieb ♥....Deine Bea

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    1. Hab schon verstanden, macht aber nix! :-)
      Gibt halt Dinge im Leben, die gehen noch vors Kochen und Essen, gelle?
      Bis bald, wir lesen uns, liebe Bea! Machts gut!! *Drück-Dich*

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